»Wir sind so stark wie noch nie«

Die Touristenindustrie der Dominikanischen Republik boomt nach wie vor – trotz Krise an der Nordküste

Die Vertreter der dominikanischen Tourismusindustrie haben derzeit gut lachen. Die Konjunktur brummt, der »Kaminlosen Industrie«, dem Devisenbringer Nummer eins, geht es so gut wie noch nie.

von Hans-Ulrich Dillmann, CariLat.de, 20. Juni 2012

Satte neun Prozent mehr Touristen haben im ersten Quartal des Jahres 2012 die Dominikanische Republik, die sich mit Haiti die zweitgrößte Karibikinsel teil, besucht und dem Land einen neuen Besucherrekord beschert. Insgesamt generiert der Tourismus nach Auskunft des Vizepräsidenten der Hotel- und Tourismusvereinigung Asonahores, Arturo Villanueva, inzwischen vier Milliarden US-Dollar Devisen. Und nimmt damit die Spitzenposition bei den Deviseneinnahmen ein, vor den Erlösen aus den lohnveredelnden Freihandelszonen (3,7 Milliarden US-Dollar) und den Überweisungen der im Ausland lebenden Dominikanerinnen und Dominikanern (3,2 Mrd. US-Dollar).

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Auf den Spuren des »Ziegenbocks«

In der Nacht des 30. Mai 1961 wurde der Diktator Rafael Leónides Trujillo vor 51 Jahren bei einem Attentat erschossen

Bei einem historischen Rundgang durch Santo Domingo können Touristen jene Stätten besuchen, die an einen der grausamsten Tyrannen Lateinamerikas erinnern

von Hans-Ulrich Dillmann, 30. Mai 2012

Sonne, Strand und Palmen – die Dominikanische Republik hat Touristen aus aller Welt mehr zu bieten als entspannte Alles-Inklusive-Erholung um Meeresufer. »Die Menschen wollen mehr über das Land und die Geschichte wissen«, Edwin Aristy. Der 41-Jährige arbeitet seit knapp 20 Jahren als Tourismusführer: »Vor allem europäische Besucher interessieren sich für alles, was mit dem Land zu tun.« Es gibt viel zu sehen in dem Land, das von gut 9,4 Millionen Menschen bewohnt ist.

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Curryflusskrebse am Rafter's Rest

Flossfahrt – Eine Tour auf dem Rio Grande, wo einst Bananen aufs Meer verschifft wurden

Drei bis vier Stunden dauert der Ausflug in der Nähe der jamaikanischen Hafenstadt Port Antonio auf einem Bambusfloss über Stromschnellen, vorbei an kleinen Weilern und Bambushainen

von Hans-Ulrich Dillmann, die tageszeitung, Sonntaz, 19. Mai 2012

Ein kurzes, aufgeregtes Sprudeln, ein leichtes Geplätscher. Bambusstäbe reiben sich knarzend. Eine Krähe krächzt aufgeregt am Ufer. Dann ist wieder Ruhe. Unendliche Ruhe. Vorn am Bug des Bambusfloßes stakt Basil Bantin mit seinem dürren Bambusstock richtungsgebend durch den Rio Grande, der längste Fluss auf der Karibikinsel Jamaika. Das Raft nimmt Fahrt auf, nur wenige Meter nach der Ablegestelle in Barrydale.

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Haiti - Tourismus

Ein gebeuteltes Land hat große Tourismuspläne

Der neu gewählte Staatspräsident Haitis, Michel Martelly, sieht die Zukunft des Landes in der „kaminlosen Industrie“.

von Hans-Ulrich Dillmann, www.carilat.de, 8.März 2012

Vor 40 Jahren schaute der dominikanische Nachbar von Haiti auf der zweitgrößten Antilleninsel Hispaniola neidisch gen Westen. Wenn in den 70er-Jahren vom Touristenboom in der Karibik die Rede war, drehten sich die Sehnsüchte europäischer Ferienreisenden um Haiti, die ehemalige Kolonie, die im 17. und 18.Jahrhundert innerhalb des französischen Imperiums wegen seines Zuckers die „Perle der Karibik“ genannt wurde.

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»Glatt koscher in Mittelamerika«

Panama zieht nicht nur deutsche Urlauber an

Der Tourismusminister und Mitglied der jüdischen Gemeinde Panamas, Salomón Shamah, über die ITB, das Reiseland Panama und jüdische Touristen

von Hans-Ulrich Dillmann, Jüdische Allgemeine vom 8. März 2012

Herr Minister, seit Mittwoch läuft in Berlin die Internationale Tourismusbörse (ITB), die größte Reisefachmesse der Welt. Dort präsentiert sich Panama als Ferienziel. Was bietet Ihr Land jüdischen Urlaubern?

Panama hat eine Vielzahl von Synagogen, Restaurants und jüdischen Schulen. Die Gemeinschaft ist aufgrund ihrer unterschiedlichen Traditionen stark. Panama ist eines der Länder, pro Kopf gerechnet, das am meisten für Israel spendet, und die jüdische Gemeinde Panamas beteiligt sich weltweit an verschiedenen Projekten ebenso wie an Feierlichkeiten, Organisationen und internationalen jüdischen Konferenzen.

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»Wir haben die Kurve gekriegt«

30. Caribbean Tourism Marketplace 2012

In der Karibik gehen die Urlauberzahlen nach oben und bleiben die Preise stabil, aber die Hoteliers und die Regierungen der Inseln haben weniger in den Kassen

von Hans-Ulrich Dillmann, carilat.de, 21. Februar 2012

Für die Mehrheit der Karibikinseln war 2011 ein Superjahr. Der Besucherrekord von 23,1 Millionen Besucher im Jahr 2010 konnte noch einmal um 900.000 getoppt werden. Insgesamt erholten sich 24 Millionen Touristen an den Stränden der rund 25 Inselstaaten der Großen und Kleinen Antillen. Mit dem Zuwachs von gut vier Prozent sind die karibischen Hoteliers und Tourismusexperten zufrieden.

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Tourismusmesse in Punta Cana

Hoteliers und Reiseveranstalter haben im April ihr DATE

Auf der diesjährigen Dominican Annual Tourism Exchange (DATE) treffen sich Hoteliers, Vertreter von Fluglinien, Ausflugsanbieter und Reiseveranstalter.

von Hans-Ulrich Dillmann, carilat.de, 7. Februar 2012

Die von der Hotel- und Tourismusvereinigung (ASONAHORES) vom 17. bis 19. April ausgerichtete 13. dominikanische Tourismusmesse ist die wichtigste länderspezifische Veranstaltung für die „kaminlose Industrie” in der Karibik, um künftige Geschäftsstrategien und Zimmerpreise festzulegen und sich mit Last-Minutes-Angeboten für das Reisegeschäft zu rüsten. Sie findet im Barceló Bávaro Convention Center in Punta Cana statt.

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Wenn die Sirene auf der AIDA heult

Seenotrettungsübung in der Karibik

Innerhalb von 24 Stunden – so sieht es das internationale Seerecht vor – muss mit den Passagieren die Evakuierung des Schiffs simuliert werden.

Hans-Ulrich Dillmann, 31. Januar 2012

Sechs Mal kurz, dann ein langer impertinenter Ton. 10 Uhr morgens und durch den Stahlkörper mit den 13 Decks und den 1.025 „PaxKabinen“ jault die Alarmsirene. SNRÜ – Seenotrettungsübung nennt sich der simulierte Schiff-Gau auf der AIDAluna. „Wer auf der Fahrt schon eine Übung mitgemacht hat“, hatte die Stimme am Ablegetage, 14 Stunden zuvor, über den Lautsprecher erläutert, „empfehlen wir die Teilnahme.“

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Einsame Insel im Pauschalparadies

Dominikanische Republik

Immer nur »Alles inklusive«? Quatsch! Der Karibikstaat hat viel mehr zu bieten als protzigen Luxus und gutes Wetter

von Hans-Ulrich Dillmann, die tageszeitung (sonntaz) 21. Januar 2012

Der Bug des kleinen Schnellboots durchstößt die Gischtkrone der Welle. Salzige Nässe legt sich auf die Lippen und benebelt den Blick durch die Brille. »Haltet euch fest!«, ruft Skipper Edwin, während er die Lenkstange des Außenbordmotors herumreißt. Hinter der kleinen Felsnase wird endlich Playa Rincón sichtbar.

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Kaffee am Puls der Zeit

Szenetreff in der »Zona Colonial«

Seit Jahrzehnten ist das Café »La Cafetera« Treffpunkt der Intellektuellen in Santo Domingo

Von Hans-Ulrich Dillmann, die tageszeitung (sonntaz) 21. Januar 2012

In La Cafetera spürt man den Puls der Stadt. Und der schlägt manchmal reichlich hoch in Santo Domingo, der dominikanischen Hauptstadt. Vor allem wenn Wahlen gewesen sind und ausgerechnet der politische Gegner das Rennen für die kommende Legislaturperiode gemacht hat. Dann brodelt es auf den roten Kunstlederdrehsitzen aus den 60er-Jahren und schnell erhitzen sich die Gemüter in der Kaffeebar im historischen Zentrum Santo Domingos.

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Die DomRep mal anders?

Reisetipps

Urlaub in der Dominikanischen Republik

von Hans-Ulrich Dillmann, die tageszeitung (sonntaz) 21. Januar 2012

Abtauchen: in Bayahibe oder Sosúa – Aufsteigen: auf den Pico Duarte, das »Dach der Karibik« – Abhängen: auf dem Plaza Duarte in der »Zona Colonial« – Ausprobieren: Kite- und Windsurfen in Cabarete – Abschleifen: ein Besuch bei den Larimarschliefern von La Filipina – Ausspannen: ein Wochenende in Cabarete.

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Die Fremdenführerin in Chichicastenango

Ein farbenprächtiges Chaos

In der Stadt Chichicastenango wollen auch Maya von den Touristen profitieren. Bisher sind es vor allem Unternehmen, die am Tourismus gut verdienen.

von Hans-Ulrich Dillmann, die tageszeitung, 29. Oktober 2011

Elena wird ganz ehrfürchtig. Gerade noch hat sie sich über die »komische Frisur« einer Amerikanerin vor Vergnügen gebogen. Drei Jungen stehen auf einem zweistöckigen Grabmausoleum und zupfen an den Schnüren ihrer Drachen. Unruhig tanzen diese im Wind.

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Im Schatten der riesigen Laurel-Bäume

Santo Domingo ist die erste Kolonialstadt in der "Neuen Welt".

Im kolonialen Stadtzentrum von Santo Domingo de Guzmán blieb trotz pauschaler Besichtigungstouren mit kollektivem Fotoshooting das soziale Leben und der Charakter der Stadt erhalten. Von Sonnenaufgang zu Sonnenaufgang.

von Hans Ulrich Dillmann, die tageszeitung, 11. November 2006

Langsam verfärben die Sonnenstrahlen das an der Strandpromenade Malecón nicht immer türkisfarbene Karibikmeer. Noch intensiver werden die Rottöne der Bougainvillea auf der bepflanzten Dachterrasse. Ruhe, eine vor allem tagsüber unbekannte Ruhe, so beginnt der Tag im kolonialen Stadtzentrum von Santo Domingo de Guzmán.

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