MERIAN live! Dominikanische Republik

Las Terrenas > Weiße Strände; Cordillera Central > Spektakuläre Wasserfälle; Cabarete > Paradies für Wind- und Kitesurfer

Willkommen in der Dominikanischen Republik. Herrliche Palmenstrände und das ganzjährige warme Klima erfüllen alle Urlaubsträume unterkühlter Europäer.

von Hans-Ulrich Dillmann*

»Wie geht es dir, mein Lieber?« Mit einem Lächeln heißt die Beamtin der Einwanderungsbehörde die Besucher bei der Passkontrolle auch schon um fünf Uhr morgens freundlich willkommen. Wo wird der Urlauber sonst wie ein alter Freund begrüßt? Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen in der Dominikanischen Republik ist überall zu spüren. Und sie verzaubert immer wieder die Reisenden, wenn sie nach einem zehnstündigen Flug endlich auf der Sonneninsel gelandet sind. Ein freundliches Lächeln, ein herzliche Geste – so finden auch Menschen zueinander, die unterschiedliche Sprachen sprechen.

Las Galeras: Noch immer ein einsamer Fleck. Fotos: Hans-Ulrich Dillmann

Strand, Palmen, Meer und Sonne, verspricht die Dominikanische Republik und lockt damit jährlich Tausende Besucher an. Man kann sich gar nicht sattsehen, wenn morgens der gelbrote Feuerball am Horizont erscheint, um einen den Tag über zu begleiten, bis er nach gut zwölf Stunden auf der anderen Seite wieder vom Himmel verschwindet.

Der Osten ist derzeit das Zentrum des Tourismus: Hier drängt sich ein Hotel neben dem anderen, und trotzdem fühlen sich viele – fast – wie im Paradies, weil selbst mehrgeschossige Unterkünfte zwischen hohen Kokospalmen und grünen Gartenanlagen verschwinden. Parks und großzügig angelegte Wasserlandschaften zwischen den Gebäuden vermitteln unendliche Üppigkeit. In der Wohlfühlatmosphäre der Hotels ist alles auf die Bedürfnisse und Wünsche der Urlauber ausgerichtet. Aber das lässt auch schnell vergessen, dass das Land für Menschen, die offen für neue Erfahrungen sind, noch viel mehr zu bieten hat.

 

Authentisch und natürlich

Außerhalb der großen Touristenzentren ist die Dominikanische Republik unverfälscht und beeindruckend natürlich. In Baoruco im Südwesten warten kilometerlange Wanderwege. In kleinen Weilern bieten Dorfbewohner in einfachen Unterkünften Obdach für Abenteuerlustige – Familienanschluss inbegriffen. Abends kann man wie die Einheimischen vor einem der Kramläden, »colmados«, die sich dann in Kneipen verwandeln, sitzen und Bier oder einen »trago«, Rum mit Cola, trinken und Merengueklängen lauschen. Die Dominikaner machen es Fremden leicht, sich willkommen und sogar heimisch zu fühlen.

Abenteurer und Wanderer können bei einer mehrtägigen Trekkingtour den mit 3.098 Metern höchsten Berg der Karibik, den Pico Duarte, erobern. Oder mit dem Schlauchboot durch die wilden Gewässer des Rio Yaque paddeln, der sich durch die Zentralkordilleren windet.

 

Entdecken und erleben

Wem das zu sportlich ist, der kann das Land mit dem Mietauto oder auf einem Motorrad durchkreuzen, einsame Landstriche mit verwunschenen Wäldern passieren, um danach in die quirlige Lebendigkeit einer Stadt wie Santiago de Caballeros, La Romana oder der einst wichtigsten Hafenstadt San Pedro de Macoris einzutauchen. In Puerto Plata verbreiten die frisch renovierten und bunt gestrichenen viktorianischen Häuser im Zentrum mit ihren Holzbalustraden noch immer jenen Charme, mit dem sie Besucher schon vor Jahrzehnten beeindruckt haben.

Das historische Herz des Landes ist unzweifelhaft die Altstadt von Santo Domingo, die »Zona Colonial« verzaubert jeden. Wer sich aufmacht, die Gassen auf den Spuren der Conquistadores zu durchstreifen, die sich an jeder Ecke baulich verewigt haben, spürt den besonderen Reiz der Kolonialhäuser mit den dicken Mauern und den begrünten Innenhöfen. Cafés und kleine Lokale laden zum Ausruhen unter riesigen Laurelbäumen ein. Gegen Abend dann belebt sich das koloniale Zentrum. Die Bewohner sitzen vor ihren Häusern und plaudern mit den Nachbarn, Tische werden ausgepackt, auf denen schon bald Dominosteine klackern. Jugendliche treffen sich an der Straßenecke, um den Tag mit einem kleinen Fest ausklingen zu lassen.

Las Galeras: Strand, Palmen und Meer

Und wem das alles ein Übermaß an Urlaubsaktivitäten ist, der hat bei seiner Rückkehr vom Ausflug noch immer eine Möglichkeit: wohldosierte Spaziergänge an einsamen Sandstränden entlang eines türkisfarbenen Meeres oder sich in einer Hängematte zwischen zwei Kokospalmen sanft in den Schlaf wiegen zu lassen und zu träumen.

 

MERIAN Live!

MERIAN live!

Dominikanische Republik

Hans-Ulrich Dillmann

Travel House Media

München 2011

ISBN: 978-3834209627

128 S., 9,99 €

* Das Ursprungsmanuskript stammt von Kiki Baron

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