Verlierer stellen Ausgang der Wahlen infrage

Dominikanische Republik: Danilo Medina wird neuer Staatspräsidentschaft

Der Spitzenkandidat der regierenden Partei der Dominikanischen Befreiung (PLD), Danilo Medina, hat nach Auszählung von fast 100 Prozent der Wahllokale etwas mehr als 51 Prozent der gültigen Stimmen erhalten.

Von Hans-Ulrich Dillmann, Santo Domingo, 21. Mai 2012

Die regierende Partido de la Liberación Dominicana (PLD) stellt auch in den nächsten vier Jahren den Staatspräsidenten. Der Spitzenkandidat der Partei, Danilo Medina, kommt nach Auszählung in 99,1 Prozent der Wahllokale auf etwas mehr als 51 Prozent der gültigen Stimmen. Allerdings verdankt er seine Mehrheit einem Bündnis mit 14 anderen Parteien. Alleine kommt die PLD nur auf 37,5 Prozent. Vizepräsidentin wird die First Lady des Landes, Margarita Cedeño de Fernández. Ihr Mann, der derzeitige Staatschef, Leonel Fernández, durfte nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren. Medina tritt sein Amt am 16. August an.

4,5 von 6,5 Millionen DominikanerInnen haben am Sonntag gewählt. Foto: Hans-Ulrich Dillmann

Der Herausforderer, der ehemaligen Staatschef Hipólito Mejía und Spitzenkandidat der sozialdemokratischen Dominikanischen Revolutionären Partei (Partido Revolutionario Dominicano – PRD), der schon einmal zwischen 2000 und 2004 das Land regierte, blieb mit fast 47 (46,93) Prozent hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Er zweifelte noch am Morgen nach der Wahl das Abstimmungsergebnis an und weigerte sich, das offiziell veröffentlichte Resultat des Zentralen Wahlrates (Junta Central Electoral) anzuerkennen. Das Ergebnis sei ein Rückfall in totalitäre Zeiten des Landes, sagte Mejía.

Etwa 30 Prozent der rund 6,5 Millionen Dominikaner sind den Urnen fern geblieben. Als dritte Kraft kam der Präsidentschaftsbewerber der linken Alianza País auf lediglich 1,4 Prozent der abgegebenen Stimmen, die anderen drei Präsidentschaftskandidaten erreichten zusammen nur rund ein halbes Prozent.

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